60 Jahre Bermerhütte

TSG Ruhla – Abteilung Wintersport feiert Waldfest

Mit einem Waldfest feierte die Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Ruhla, Abteilung Wintersport (WSC 07), das 60jährige Bestehen ihrer Vereinshütte - der Bermerhütte. Viele Stammgäste, die oft und gern am Wochenende hierher kommen, Freunde, Bekannte und Besucher auch aus Eisenach und von weiter her, gaben sich die Ehre, um ausgiebig mitzufeiern.

„Ein Sportverein ohne Vereinshütte ist wie ein Wintersportler ohne Schneeschuhe“: WSC-Abteilungsleiter Roland Quent begrüßte die Gäste und lieferte einen Rückblick auf die Hüttenhistorie. Die 1958 eröffnete Bermerhütte wurde in Eigenleistung erbaut und war seitdem Ort so mancher schöner Vereinshöhepunkte. Gemeinsam mit Quent richtete auch Ruhlas neuer Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch (parteilos) Worte des Lobes und des Dankes an die TSG-Mitglieder, die von Mai bis Oktober Wochenende für Wochenende engagiert ihren Hüttendienst hier verrichten – alles ehrenamtlich, Hut ab! Und die Wanderer sind immer dankbar, wenn sie sich mit einer einfachen Mahlzeit und Erfrischungsgetränken stärken können, nachdem sie den fast 600 Meter hohen Bermberg mit grandiosem Ausblick über den Lappengrund hinweg auf den 639 Meter hohen Ringberg erklommen haben.

Seit dem 50-jährigen Hüttenjubiläum („Ruhlaer Zeitung“ berichtete) haben die aktiven WSC-Mitglieder noch so allerhand zur Werterhaltung der Hütte auf die Beine gestellt: Nachdem das Dach bereits 2006/07 erneuert worden war, wurde binnen der letzten zehn Jahre Schritt für Schritt die Innenausstattung verbessert: Neue Fenster und Fußböden wurden installiert, Möbel aufgearbeitet, Räume malermäßig instand gesetzt. Das „Waldklo“ wurde modernisiert. Der Außenbereich wird stets gepflegt, selbstverständlich die Brandschutzbestimmungen eingehalten. Die Quellenanlage inklusive Wasserader wird akribisch in Ordnung gehalten, damit den Hüttengästen stets sauberes und gesundes Quellwasser zur Verfügung steht. Des Weiteren muss in Kooperation mit dem Forstamt Marksuhl ständig die Zufahrt erhalten und gepflegt werden.

Der WSC 07 Ruhla pflegt, wie zum 60-jährigen Hüttenjubiläum von Abteilungschronistin Renate Stolz zu erfahren war, auch freundschaftliche Kontakte zu Wintersportlern aus Norwegen; sie erwähnte den vor vier Jahren verstorbenen Skispringer Jørgen Nordskog, der der TSG Ruhla vor etwa zehn Jahren eine norwegische Flagge schenkte. Nordskog traf 1965 mit der Ruhlaer Skispringer-Legende Dieter Neuendorf am Holmenkollen in Olso zusammen. Neuendorf, der einst gemeinsam mit Ingrid Keiderling den Weihespruch für die Hütte verfasste, gewann damals das Springen; Nordskog landete auf Platz 65. Übrigens sind Dieter Neuendorf und Fußball-Urgestein Heinz Hoßfeld seit ihrer Kindheit gute Freunde; sie erinnerten sich zum Jubiläum gern an ihre Nachbarschaft am „Zimmerplatz“. Diese Adresse existiert heute in Ruhla nicht mehr. Ihr damaliges Wohndomizil befand sich im Bermbachtal.

Für die Bespaßung der Kinder stellte der Landessportbund Thüringen eine Hüpfburg zur Verfügung und auch das eine oder andere Ständchen wurde dargebracht. Für das leibliche Wohl war mit Deftigem und Erfrischungsgetränken sowie Selbstgebackenem der WSC-Frauen, Kaffee und Bowle bestens gesorgt.

Hinweis von WSC-Trainer Klaus Baacke: Nächster großer Höhepunkt des WSC 07 Ruhla ist die Deutsche Meisterschaft im Skiroller-Berglauf am 30. September in Ruhla. Start ist um 10.45 Uhr in Thal.

Text: K. Fink     Fotos: aki/rz

 

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