Anlieger haben mitentschieden

Bauausschuss Ruhla beschließt endgültige Variante zum Straßenumbau in Kittelsthal

„Die Diskussion von Anliegern, Bauamt und Trink- und Abwass-erverband (TAV) zum Ausbau der Hauptstraße in Kittelsthal erwies sich in der vergangenen Woche als zügig und zielführend“, resümierte Bauausschuss-Mitglied Thomas Töpfer (CDU) bei der 34. Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, die am Montagabend tagte. Er lobte die beiden Moderatorinnen Inge Endler und Theresa Schaub vom städtischen Bauamt für die solide Darstellung der Sachlage vor 31 gekommenen Anwohnern. Die betroffenen Grundstückseigner, die die anstehenden Kosten teilweise mittragen müssen, waren von Anfang an in die Planungen einbezogen gewesen – am Ende votierten 17 Anwohner für Variante 2, der Rest enthielt sich. Über die Notwendigkeit der Maßnahme waren sich letztlich alle einig.  Die Straße, insbesondere der Abschnitt zwischen Dorfgemeinschaftshaus und dem „Lädchen“, entspricht längst nicht mehr den Regeln der Verkehrssicherheit: zu schmale Fahrbahn, keine durchgängigen Bürgersteige, verschlissene Decken. Beschlossene Sache ist die Verbreiterung der Fahrbahn auf 5,50 Meter, an zwei Stellen – auf Höhe der Hausnummern 43 und 45 – wird zugunsten eines breiteren Bürgersteigs und nach Planungsvariante 2 auf 3,50 Meter eingeengt. Zugehörige Skizzen präsentierte Inge Endler; zusammenfassend verwies sie auf die so gewährleistete Sicherheit, die von allen Anliegern gewollte Verkehrsberuhigung sowie die besseren Gestaltungsmöglichkeiten der Zufahrten. Der Ausschuss bestätigte die favorisierte Variante einstimmig.

Parken künftig verboten!

Schwieriger wurde es schon beim Parkverbot, das anschließend im Raum stand. Ein solcher, eigentlich sinnvoller Schritt, da war sich Endler sicher, dürfte vielen Anwohnern nicht gefallen. Auch Ausschussmitglied Thomas Töpfer und stellvertretender Vorsitzender des Bauausschuss Thomas Köhler kennen die Situation vor Ort: an der Straße geparkte Autos, um mal kurz einzukaufen, zur Kirche zu gehen oder zum Friedhof, oder aber wenn Schnee und Eis das Weiterkommen in die steil ansteigenden Nebenstraßen nicht mehr zulassen. „So oder so! Auch wenn es dazu geteilte Meinungen geben wird im Ort – letztlich muss der Ausschuss eine Entscheidung treffen, die die Straßenverkehrsbehörde dann annimmt“, sagte Endler – drei Ja-, eine Nein-Stimme für das Parkverbot im eingeengten Bereich. Schließlich, so hieß es, gebe es ja den großen Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus. Auf Verbotsschilder soll vorerst verzichtet werden und auch das geplante Bushäuschen ist vom Tisch, weil es nicht wirklich gebraucht würde. Blieb noch der Blick auf die Kosten. Was auf die Anlieger an Beiträgen zukommt, ist abhängig von diversen Faktoren wie Grundstücksbebauung oder Größe des Innen- und Außenbereichs und muss jeweils individuell berechnet werden. Von Zuschüssen und Fördermitteln darf man ausgehen, doch auch hierbei stehen konkrete Zahlen noch nicht fest.     

Text + Bild (links) skr/rz / Plan: Gemeinde Seebach

 

 

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