Aus Ruhla in die Welt mit dem Herzen in der Heimat

Juliane Seyfarth erhielt die Ehrenbürgerschaft der Stadt Ruhla im Hotel Thalfried.

Neben dem Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler (SPD) waren natürlich die Eltern, Geschwister und Großeltern, viele WSC-Mitglieder, darunter auch einstiges Skisprungtalent Dieter Neuendorf (Foto oben rechts), die Trainer, Sponsoren, Gäste aus dem Thüringer Skiverband und dem Kreissportbund, Mitglieder des Ruhlaer Stadtrates, der ehrenamtliche Beigeordnete Gustav Bergemann (CDU) und der neu gewählte Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch gekommen, um diesen feierlichen Augenblick mitzuerleben. Dass Ruhla zu einer modernen Stadt geworden sei, hierbei haben auch die Sportler einen großen Anteil, verkündete Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler erfreut zu Beginn der Veranstaltung. Im Herzen stehe Juliane Seyfarth immer zu ihrer Heimat. Das sei ganz sicher auch ein gutes Image für die sportliche Seite der Bergstadt. Mit ihrem außergewöhnlichen sportlichen Talent, ihrem Ehrgeiz und Fleiß habe sie es weit nach oben geschafft. Und das habe sie nicht zuletzt ihrem WSC-Trainer Klaus Baacke  (Foto links) zu verdanken, bei dem sie selbst nie lockerließ, sich immer wieder durchsetze, damals unbedingt aufs Sportgymnasium nach Oberhof wollte, obwohl bis Dato nur männliche Ski-Nachwuchstalente dafür vorgesehen waren. 

Und sie gibt zu: Langlauf war nie richtig ihre Sportart, sie wollte immer Skispringerin werden, erklärte sie mit einem Lächeln im Gesicht vor den Gästen. „Skifliegen, das möchte ich auf jeden Fall auch noch machen.“, erzählte Juliane Seyfarth motiviert. Leider ist dies derzeit für Damen noch nicht möglich. 

Wie man die Ruhlaerin kennt, wird sie auch dies irgendwann umsetzen. 

Anhand von Bildern und einem kurzen Film vom Empfangstag nach Olympia in Ruhla erläuterte die 28-jährige, attraktive Skispringerin ihre bisherige Sportlerkarriere. Zudem bedankte sie sich nochmals bei allen, die sie nach dem Erreichen des 10. Platzes bei Olympia jubelnd auf dem Ruhlaer Markt begrüßt hatten. Seit geraumer Zeit lebt sie in einer kleinen Wohnung in Oberstdorf, wo sie regelmäßig und zielorientiert ihre Trainingseinheiten absolviert. Ihre Hauptwohnung jedoch ist immer in Thal geblieben. Hier kann sie ausspannen, freut sich immer auf ihre Familie und den Hauskater, der in ihrer Abwesenheit gerne schon mal auf ihrem Bett verweilt, was ihm offensichtlich gut gefällt, weiß Juliane Seyfarth. Gerne übernahm Nicole Päsler vom Wartburgradio die Moderation des Abends, führte zudem ein Interview mit Juliane Seyfarth und ließ sich von ihren derzeitigen Zielen erzählen: 

Woher stammt der starke Willen, der Ehrgeiz, diese sportlichen Vorsätze umzusetzen? Dies beantwortete Juliane Seyfarth mit ihrer Liebe zu diesem Sport, dass sie unbedingt viel erreichen wollte und dies so gut wie möglich. Wie ihre Gemütsverfassung vor so einem Wettkampf sei, dies erklärte sie damit, sie sei nur etwas aufgeregt, ihre Mutter wohl immer noch mehr. Ist es eher Glückssache, wie ein Sprung verläuft? Man lerne damit umzugehen, wie ein Wettkampftag ausgehe. Glück gehöre immer dazu. Bei der Frage nach ihren Lieblingsschanzen, erwähnte sie die 90er und 120er als ihre Favoriten. Nach ihren Zielen für die kommende Zeit, machte sie klar, sich nicht zurücklehnen zu wollen, vier Jahre wolle sie auf jeden Fall weiter machen. Die WM in Seefeld sei erst einmal ihr nächstes Ziel. Herzliche Glückwünsche und Präsente erhielt Juliane Seyfarth von Kurt Klinsing vom Thüringer Skiverband, vom Kreissportbund Volker Schrader und Roland Quent vom WSC 07. Mit dem Song „Adler wollen fliegen“ erhielt Juliane Seyfarth die Urkunde zur Ernennung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Ruhla. Gerührt und mit viel Freude nahm die Ruhlaer Skispringerin die besondere Ehrung entgegen. Ein großes Dankeschön richtete sie an ihre Familie, die Ruhlaer Fans und Freunde, die Mitglieder des WSC, ihren Trainer Klaus Baacke und allen anderen Gästen. Vom Nachwuchstalent Eric Langert gab es sogar ein Gedicht vom Skispringen. 

Den anwesenden Nachwuchstalenten Cindy Haasch, Nathalie Horstmann und Eric Langert gab sie mit auf den Weg, ebenfalls immer am Ball zu bleiben, um ihren Traum zu verwirklichen.   aki/rz

 

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