Bürger- und Vereinsbefragung zur Flächenbebauung

Die Umgestaltung des Sport- und Freizeitzentrums Thal steht in der Diskussion

Vertreter der Ruhlaer Vereine, der Schulleiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG), Seebachs Bürgermeister Gerrit Häcker und einige Bürger sind am vergangenen Mittwochabend der Einladung des Ruhlaer Bürgermeisters Dr. Gerald Slotosch gefolgt, um erste Gespräche zur Auswertung der Bürger- und Vereinsbefragung zur Flächenbebauung bzw. Umgestaltung des Sport- und Freizeitzentrums Thal zu führen. Laut Beschlusslage des Stadtrates wurde für die Planung dieses Projektes gestimmt. Die Ergebnisse der Auswertungen bzw. der ersten Gesprächsrunde sollen in Kürze dem Bau- und Umweltausschuss vorgelegt werden, um für den Haushaltsplan 2019 eine entsprechende Kostenschätzung einbringen zu können. Laut der schriftlichen Beteiligungsanfrage gab es von 28 Bürgern/Vereinen 16 Rückmeldungen. Bemerkt wurde vom Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch, dass nicht alles umsetzbar sei.
Zum Punkt Sportplatz wurden Vorschläge, unter anderem der des Kunstrasenplatzes für den Fußballsport, Laufbahnen sowie eine Weitsprunganlage für den Schulsport oder eine Inlinerbahn eingebracht, zudem Steh- und Sitzplätze mit Überdachung, ein Basketballplatz sowie eine Hindernisparkourmöglichkeit für Kinder. Es sei zu bedenken, dass eine derartige neue Anlage abschließbar sein sollte, der Minisportplatz könne frei zugänglich sein, erklärte Sven Bartko vom EFC Ruhla 08. Dem stimmte ASG-Schulleiter Denny Jahn zu. Was die asphaltierte Inlinerbahn betreffe, könnte man auf die Kooperation mit der Gemeinde Seebach zurückgreifen, wo eine entsprechende Bahn zur Verfügung stehe. Als Ziel wäre es wichtig, ein Konzept für alle Bewohner, Sportvereine und Schuleinrichtungen im Erbstromtal aufzustellen, so der Seebacher Bürgermeister Gerrit Häcker. Relevant seien zudem Informationen zum Belegungs- und Zeitplan für die adäquate Koordination des Leistungs- und Freizeitsportes, präzisierte Gerald Slotosch. Zum Schulsport müsse ein geeigneter Plan in Zusammenarbeit mit den Busunternehmen erstellt werden, um die Schülerbeförderung zum Thaler Sport- und Freizeitzentrum abzusichern, so ASG-Schulleiter Denny Jahn. Mit Ruhla, Seebach und Wutha-Farnroda hätte man fünf Schulen, welche diese Anlage nutzen würden. Eine Rückmeldung der Gemeinde Wutha-Farnroda betreffs einer derartigen Zusammenarbeit wird noch erwartet. Klaus Baacke vom WSC 07 würde eine Nutzung der Inlinerbahn in Seebach favorisieren, die Bedingungen seien auf der Seebacher Bahn für den WSC-Sport geeigneter. Zwei bis vier zusätzliche Umkleidekabinen für männliche bzw. weibliche Sportler/-innen könnten im Funktionsgebäude entstehen, so ein weiterer Vorschlag. Außerdem brauche man drei Gruppenräume für Versammlungen, vier Lagerräume, einen Sportlehrerraum, einen Sportgeräteraum und einen Hausmeisterraum. Eine Sportfläche für den Judosport und die Gymnastikgruppe werde ebenfalls benötigt.
Hierzu kamen Ideen von Anwesenden, wie die Nutzung der Tennishalle für Judo oder Gymnastik. Doch dies werde sich als eher schwierig erweisen, da ein zusätzlicher Platz für die Sportmatten dort nicht vorhanden ist. Vielleicht käme eine Nutzung der neuen Sporthalle in Seebach in Frage. Des Weiteren wurde das Thaler Freibad angesprochen. Die Wasserflächen dessen sollten wie bisher weiter erhalten bleiben. Eine andere Option könnte sein, das Schwimmbad für den Schwimmsport nutzbar zu machen. Wesentlich sei die Sanierung der Schwimmbadtechnik, der Duschen sowie der Wasserzu- und -abläufe. Und für den Tennisverein wäre eine Mitnutzung des Funktionsgebäudes vorteilhaft. Der Tennisplatz sollte zukünftig ebenfalls mit einer Toranlage verschließbar gemacht werden. Für die Freianlage könne man sich vorstellen, Reisemobilstellplätze zu schaffen, hinzu eine Ladestadtion für Elektrobikes -bzw. -autos. Dies wäre attraktiv für den Tourismusbereich und damit der Nutzung der Sportanlage und des Radwegenetzes der Region. Um dieses Sportanlagenprojekt zielgerecht planen und bauen zu können, müsse eine stetige Nutzung der Sportanlage sowie deren Sicherheit und Pflege obligatorisch sein. Als Priorität sollte man den Blickpunkt auf die Standardsportarten richten. Die Aufzeigung der Folge- und Unterhaltungkosten müsse man außerdem im Auge behalten. Dabei spiele bereits bei der Planung solar- und energieeffizientes Bauen eine große Rolle, um die Folgekosten in geringwertigerem Maße zu halten. Da sich Thal im Zentrum des Geschehens befindet, eigne sich der Standort sehr gut für die Freizeitgestaltung. Doch vorrangig sollte in erster Linie die Entstehung eines neuen Sportplatzes behandelt werden.

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