Eas giet nuir ei Rühler Spraoch uf d`r Wealt

Rühler Theaterakteure wurden mit großem Applaus bejubelt

Sichtlich gefallen hat es den treuen Fans der Rühler Mundart an den vier ausverkauften Theaterabenden beim Stück „Ungefuihrt“ oder „Schleacht Luider säin de Rühlern doch“ im Ruhlaer Kulturhaus. Für ihr einmaliges Talent, ob als Theaterakteure, als Sänger und Tänzer oder mitwirkend hinter und „unter“ der Bühne wurden die Rühler wieder einmal mit Jubel und jeder Menge Applaus belohnt. Besonders Hans-Joachim Brenn, Vorsitzender der Folklore-Vereinigung „Alt-Ruhla“, gebührt großer Dank, denn er schrieb das Rollenbuch für den Vorspann des Mundartstammtisches und ihm oblag die nicht leichte Gesamtregie. Selbstverständlich durfte am vergangenen Samstag, nach zwei erfolgreichen Theaterwochenenden, das Lied des „Alt-Ruhla“-Wahlspruches „ O, dou lie schö Ruhl, laoss däi sao“… von Heimatdichter Arno Schlothauer nicht fehlen. 

Dieses kleine Rühler Lied beinhaltet exakt das Heimatgefühl aller Folklorefreunde des Bergvölkchens. Dann ist die Freude über Besucher wie den Landrat Reinhard Krebs, Knut Kreuch, den Chef der Deutschen und Thüringer Trachtenvereine mit seiner Frau und viele andere Trachtengruppen groß, welche Wertschätzung der Ruhlaer Traditionspflege entgegengebracht wird. Dieses Gefühl traf auch der Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch mit seiner Überraschung, einem selbst verfassten Gedicht „Das vorletzte Wort“ (siehe unten) zum Schluss der Veranstaltung, er dankte damit herzlich „Alt-Ruhla“, denn das letzte Wort hatte der Naoichtweachter.

Dank geht auch an das Team um Dirk Hofmann für die Speisen zum „Möffeln“ und dem Thekenteam für die Bewirtung. Nicht nur das traditionelle Theaterspielen, auch noch zwei weitere Events, das 11. Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest im Juni und das 120-jährige Vereinsjubiläum erwarten „Alt-Ruhla“ im kommenden Jahr.     

Detlef Fuhlrott, aki/rz     Foto: „Alt-Ruhla“

 

Das vorletzte Wort

 

Bevor das letzte Wort erklingt,

und Ihr vielleicht noch einmal singt,

hört Ihr lieben Leut‘ mal her,

ich danke Euch von Herzen sehr.

Und Ihr im Saal gebt bitte Ruh‘

und hört ganz kurz noch einmal zu.

 

Ihr lieben Freunde der Rühler Spraoch.

Der Abend war ‘ne feine Sach‘.

Ob beim Tanz der lieben kleinen Keeng,

ob im Theater oder beim Seeng,

Ob beim Stammtisch mit manch‘ Gedicht,

„Ungefuihrt“ fühlt ich mich nicht.

 

Ihr lieben Leut‘, gebt fein Acht,

in Eurem Namen, sei das Werk bedacht:

„Alt-Ruhla“ spielte heute auf den Brettern der Welt,

hat uns eine Botschaft aus alten Zeiten erzählt.

Von Treue und Liebe, Gemeinschaft und Einigkeit

„Gott schütz‘ Dich, meine Ruhl, in Ewigkeit.“

 

Ihr lieben Hüter von Folklore und Tracht.

Für Eure Keeng hab ich was mitgebracht.

Den Dank der Ruhl und dies‘ kleine Salär,

für Eure Taten, die uns freu’n so sehr.

Und so wünsche ich diesem Haus

nur gute Gäste gehen ein und aus.

 

Zum Schluss, Ihr Lieben, sei noch eins gesagt:

Das Gute tut und das Gute wagt.

Doch plagen Euch mal böse Geister,

dann kommt zu Eurem Bürgermeister.

 

Dr. Gerald Slotosch

 
 

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.