Ernennung zum „Staatlich anerkannten Erholungsort“ Ruhla

Die Entscheidung für das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ fiel vor etwa zwei Wochen durch die Thüringer Bäderkommission, nachdem sie bei ihrer Bereisung Ruhla genauer inspiziert hatten.

Bis es letztlich soweit war, ging ein aufwendiges zweijähriges Aufnahmeverfahren voran. Das Team der Naturpark- und Touristinformation Ruhla war fortwährend engagiert, um die Umsetzung dieses Projektes voranzubringen. Die Stadt Ruhla und beide Ortsteile wurden eingehend dieser Prüfung unterzogen. Allem voraus ging zunächst ein formgebundener schriftlicher Antrag. Zahlreiche Kriterien müssen diesem gehobenen Prädikat entsprechen. Weiter wurde unter anderem eine Überprüfung der Luftqualität durchgeführt, um dauerhaft einwandfreie lufthygienische Bedingungen in der Stadt und den dazugehörigen Ortsteilen erfüllen zu können.  Dazu gehört unter anderem ein lokales, technisches Informationssystem, welches unabhängig von den Öffnungszeiten der Naturpark- und Tourismusinformation nutzbar sein muss. Gepflegte Straßen, Wander- und Fußwege sind weitere Bedingungen, zudem das Vorhandensein öffentlicher Toiletteneinrichtungen, davon mindestens eine barrierefrei in jedem Ortsteil. Zwei feststehende Angebote bzw. Veranstaltungen sportlicher, kultureller und gesundheitsorientierter Art sollten außerdem pro Monat gewährleistet sein, um einen hochwertigeren Aufenthalt der Feriengäste zu unterstützen. Um die Orientierungsmöglichkeiten und Informationszwecke zu begünstigen, ist ein einheitlich gestaltetes Beschilderungssystem erforderlich. Dies wurde ebenfalls realisiert. Ein sogenanntes Info-Point-System gibt nun Auskunft. Zu finden sind diese Informationspunkte unter anderem am Ruhlaer Rathaus, dem Orts- und Tabakpfeifenmuseum Ruhla, am Ruhlaer Waldbad, am Uhrenmuseum, am Park in Thal, am Thaler Schwimmbad, an der Tropfsteinhöhle in Kittelsthal, der Ruhlaer Skihütte, dem Rennsteigimbiss Glasbach und vielen anderen Orten in und um die Bergstadt. Als weiterer Angebotsbaustein sollte eine Bädereinrichtung am Ort vorhanden sein. Dies stellt keine Herausforderung dar, denn Ruhla verfügt bereits über zwei Freibäder. Außerdem sollten im Vorfeld mehrere Klassifizierungskriterien in Bezug auf die Beherbergungsbetriebe erfüllt werden, um weiterhin den Voraussetzungen dieses Entscheidungsprozesses gerecht zu werden. Für die Gastgeber sind sowohl Mindestkriterien als auch Mindestpunktzahlen für die Einordnung in eine der fünf international gültigen Sterne-Kategorien zu berücksichtigen. Diese Alleinstellungsmerkmale für die jeweilige Region, in der es derartige Unterkünfte gibt, bedeuten auch für Ruhla einen höheren Imagestatus, der für das benannte Prädikat des „Staatlich anerkannten Erholungsortes“ von großer Bedeutung ist. Über 50 Prozent der Leistungsträger/Gastgeber sind in Ruhla zertifiziert. Denn auch in Zeiten subjektiver Gästebewertungen im Internet gewinnen die Klassifizierungs-„Sterne“ immer mehr an Wert. Sie sind weltweit anerkannte Kurzbotschaften, um über vorhandenes Ausstattungsniveau Auskunft zu geben. Eine gute Zusammenarbeit zur besseren Vermarktung, wie mit dem Deutschen Tourismusverband bezüglich der Ferienwohnungen und Ferienhäuser und der DEHOGA für Hotels oder Pensionen gehören dabei mit zu den Voraussetzungen für die Anerkennung des Prädikats. All diese Gegebenheiten und viele weitere tragen für die erwünschte erholungsgerechte Infrastruktur bei. Eine offizielle Übergabe des Prädikats „Staatlich anerkannter Erholungsort“ in Form einer Urkunde, überreicht vom Thüringer Wirtschaftsminister oder der Thüringer Staatssekretärin, wird es in Kürze geben.    

    aki/rz


Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.