Erstmals zwei Gewinner

Königin Edda Braun eroberte mit ihrem Enkel „Prinz Florian” den Kachelwurstthron 2018

Die neue Kachelwurstkönigin Edda Braun und Kachelwurstprinz Florian freuen sich über ihren neuen „Titel“.

 

Zum ersten Mal hat Ruhla einen Kachelwurstprinzen. Florian Braun gewann zusammen mit seiner Oma Edda Braun, die Königin wurde, beim Wettbewerb um die beste Kachelwurst des Jahres am vergangenen Freitag im Orts- und Tabakpfeifenmuseum. Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch das 12-köpfige Jury-Team, mit dabei der ehemalige Bürgermeister Hans-Joachim Ziegler, Pfarrer Gerhard Reuther, „Alt-Ruhla“-Oberhaupt Hans-Joachim Brenn mit seinen Vereinsgefährten Jörg Rödiger und Andreas Kästner, die Musiker Thomas Kirchhof, Heinz Hoßfeld und Manfred Beyer sowie Falk Braun, Karin Liebetrau, Aurita Seyfried und Denny Hausdorf. Sie durften die Leibspeise vieler Rühler verkosten und anschließend bewerten. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um sich das traditionelle Spektakel um das bekannte „Rühler Eassen“ nicht entgehen zu lassen. Das dachte sich auch das MDR-Fernseh-Team. Dieses Ereignis wurde direkt live für die Sendungen „MDR um 2“ und „Neues von hier“ aus dem Ruhlaer Museum übertragen. Dabei durfte auch ein Interview zur berühmten Kachelworscht nicht fehlen. Jury-Mitglied Thomas Kirchhof, Musiker und selbst Ruhlaer erklärte, wie denn das Original Rühler Gericht aussehen und vor allem schmecken muss. Auch das poetische Werk von Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch machte dem alle Ehre: 

Liebe Leute lasst Euch sagen,

heute, hier, in diesen Tagen,

beginnt die neunte Jahreszeit,

zum Möffeln macht Ihr Euch bereit.

Ab jetzt gibt es fast überall

dies Essen hier im Fleischregal.

Ihr bischbelt schon, wovon der spricht,

es ist manch einem Leibgericht.

Aus Blut und Bröckchen, Bauch und Salz,

und manchmal mit `ner Prise Schmalz.

Einst gebacken für arme Leut`,

Bewahrt die Ruhl die Speis` bis heut.

Manch Frömmen als Blutkuchen bekannt,

wird`s in der Ruhl anders genannt.

So hütet Eure „Kachelworscht“

Und löscht danach auch Euren Dorscht.

Und wem`s nicht schmeckt, sag ich zum Trost:

„Trink ein Bier mehr und dreimal Prost!“

 

Neun Wettbewerbsteilnehmer gaben ihre Pfannen mit den eigens zubereiteten Gerichten schon am Freitagnachmittag im Museum ab. Dr. Gerald Slotosch und Ingrid Krettek assistierten den Jurymitgliedern und bedienten sie fortlaufend mit den jeweiligen Testportionen.

Und wie sieht so eine Verkostungszensierung eigentlich aus?

Die Bewertung erfolgt nach Aussehen, Kruste, Konsistenz und Geschmack der einzelnen Proben. Für jedes dieser Merkmale können 1 bis 5 Punkte, also maximal 20 Punkte von einem Jurymitglied pro eingereichte Wurst vergeben werden. Die Urteile aller Jurymitglieder wurden für jeden Kandidaten am Schluss zu einer Gesamtpunktzahl addiert. Der Kandidat mit der höchsten Punktzahl wird zum Kachelwurstkönig/-in gekürt. 

Musikalisch unterhalten wurden die Besucher nach der Verkostung und vor der Ergebnisverkündung von Heinz Hoßfeld und Thomas Kirchhof mit Akkordeon und Tenorhorn. Es blieb spannend bis auf die letzte Minute, denn auch in diesem Jahr ging es im Auswertungsverfahren wieder knapp zu. Mit großer Begeisterung vom Publikum konnte diesmal Florian Braun als Kachelwurstprinz gekürt werden. Gemeinsam mit seiner Oma hatte der Neunjährige am Vorabend alle Zutaten vorbereitet und Freitagmittag den delikaten Gaumenschmaus vollendet. So wurde auch Oma Edda als Kachelwurstkönigin gekrönt. Freudestrahlend präsentierten die beiden ihre blau leuchtende Schärpe.

Den zweiten Platz holte sich Philipp Schatz aus Thal, gefolgt von Thomas Regensburg aus Ruhla auf Platz drei. Weitere Kachelwurstköche waren neben Titelverteidiger Ralph Hellmuth noch Bert Seeland, Katja Heymel, Marcel Kley, Andreas Regensburg und Dirk Hofmann, die mit kleinen Präsenten bedacht wurden.  Zudem richtete Dr. Gerald Slotosch ein Dankeschön an Detlef Fuhlrott und Silke Möller, an das Museumsteam Dagmar Möller, Renate Stolz, Ingrid Krettek und Carola Kallies, welche mit der organisatorischen Betreuung wichtiger Details wesentlich zum Gelingen der alljährlichen Veranstaltung beigetragen hatten. Ein großer Dank soll dabei auch an Dirk von der Fleischerei Hofmann gehen, der gerne allerhand von der wohlschmeckenden Rühler Köstlichkeit, von der jeder Besucher eine Portion probieren konnte, spendierte.

aki/rz

 

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