Gemeinderat Seebach: Investitionsabsichten zur Ortsentwicklung

Den Erhalt und die Ortsentwicklung Seebachs voranzubringen, darüber sind sich Seebachs Bürgermeister Geritt Häcker und die Gemeinderatsmitglieder einig.

Nun hieß es am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderates darüber zu beraten, eventuelle Investitionsziele bzw. Ideen und Vorschläge einzubringen, aber auch Handlungsempfehlungen zu geben. Dies soll zur Orientierung der Haushaltsplanung für 2019 dienen. Derzeit sei der Verwaltungshaushalt Seebachs stabil. Die Rücklagen belaufen sich momentan auf 4 Mio. Euro. Diese Größenordnung wird in dieser Form nicht unbedingt benötigt; 1 Mio. Euro würde hier ausreichend sein, um die Absicherung des kommunalen Haushalts abzusichern. Somit stünden Mittel in Höhe von 3 Mio. Euro für die Ortsgestaltung Seebachs zur Verfügung. Die sinnvolle Nutzung der zur Verfügung stehenden Mittel sei auf jeden Fall ein wichtiger Fakt. Aus den Beratungen der Ortsentwicklungsgruppe entstanden entsprechende Zielpunkte, über die zuvor im Gemeinderat diskutiert werden sollte. Ganz oben auf der Liste steht hier altersgerechtes Wohnen, hinzu kommt die Lebensqualität in Bezug auf Freizeit, Kultur und Infrastruktur, Bedingungen für Zuzug junger Familien und neuer Bürger sowie die Außenwirkung und Erscheinung von Seebach. Was den altersgerechten Wohnraum bzw. den Wohnraum an sich betreffe, brachten einige Gemeinderäte ein, sollte dieser auch für jeden bezahlbar sein und dementsprechend gemäß dem Thüringer Mietspiegel nach marktgerechten Standards angepasst werden. 

Im Raum standen Handlungsvorschläge, wie die Entstehung eines Wohnparkes in der Hauptstraße, unmittelbar hinter dem jetzigen Groschenmarkt. Die Anlage könnte zwei- bis dreigeschossig mit 30 Wohnungen als Mehrgenerationenhaus errichtet und privatrechtlich mit der Gemeinde Seebach als Eigentümer betrieben werden. Diese Investition (finanzieller Bedarf wären 750.000 Euro) könnten sich die Gemeinderäte durchaus vorstellen, zumal zukunftsorientiert unbedingt für die ältere Generation Handlungsbedarf bestehe. Um das kundenorientierte Angebot von Wohnraum in Seebach dauerhaft zweckgebunden aufrecht zu erhalten, sei in Betracht zu ziehen, den Eigenbetrieb WVS (mit 40.000 Euro) in eine privatrechtliche Gesellschaft umzuwandeln, so Bürgermeister Geritt Häcker. Hierzu bedarf es allerdings weiterer Beratung in den Ausschüssen. Des Weiteren stehe nach wie vor das wirklich nötige Projekt Fahrradwege rund um Seebach aus, so der Radweg Richtung Thal, wo eine Oberflächenreparatur sowie die Gestaltung des Rastplatzes und Beleuchtungsmöglichkeiten realisiert werden müssen. Erforderlich wären hier finanzielle Mittel von 150.000 Euro. 

Außerdem hat man über weitere Gestaltungsmöglichkeiten, wie Außenbereich, diverse Instandhaltungsmaßnahmen und über eventuelle Nutzungsvarianten des Gaststättenbereiches im Kellergeschoss des Klubhauses beratschlagt. Geldmittel von 100.000 Euro müssten hierfür einkalkuliert werden. Außerdem sei es wichtig, die Öffentlichkeitsarbeit betreffs Veranstaltungen im Gebäude zu vertiefen, um langfristig eine adäquate Auslastung zu bewirken. 

Auch das Projekt Aktivpark wurde angesprochen. Derzeit laufen die Ausschreibungen bezüglich des ersten Bauabschnittes. Da sich die Geschäftsleitung der DECKEL MAHO GmbH gerne im Rahmen des betriebseigenen Gesundheitsmanagements mit einbringen möchte, wäre die Errichtung eines Mehrzweckgebäudes eine wichtige Investition. Für das Projekt müssten 500.000 Euro eingestellt werden. Eine weitere Investitionsmaßnahme (400.000 Euro) wäre ein neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr. Das derzeitige Fahrzeug ist bereits 45 Jahre alt und die Reparaturen häufen sich. Dies müsse bei den Investitionen ebenfalls bedacht werden, um die Bereitschaft der Feuerwehr abzusichern, so die Meinung der Gemeinderäte. Außerdem benötigt auch der Bauhof einen neuen Böschungsmäher und einen Multicar. Auch hier stehen bei den jetzigen Fahrzeugen immer wieder hohe Reparaturkosten an. Der Vorschlag, mindestens eines der Fahrzeuge im Rahmen eines Leasings anzuschaffen, wurde in der Sitzungsrunde als geeignete Lösung angenommen. 

Weiterhin wäre im Zuge der Fertigstellung des Gemeindezentrums die Instandsetzung der Außenanlage der Kita und Grundschule (50.000 Euro) denkbar. Ebenfalls sollen die Förderung und die Unterstützung der Vereinsarbeit und der Ehrenämter, zudem die Kinder- und Jugendarbeit und der Ausbau des Kita-Angebotes weiter gestärkt werden. Alle Investitionsvarianten für die Ortsentwicklung der Gemeinde Seebach sollten mit einer konzentrierten Öffentlichkeitsarbeit einher gehen, um langfristig den Ort attraktiv zu vermarkten.

aki/rz


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