Rekordertrag beim Kittelsthaler Meiler

Bei bestem Frühlingswetter wurde der Buchenholzmeiler zunächst aufgebaut, verdichtet und am frühen Abend schließlich angezündet.

sierten Zuschauern, die uns besuchten, wurde auch die Feuerwehr fälschlicherweise alarmiert, was jedoch dank schnellem Erscheinen der Freiwilligen Feuerwehr rasch aufgeklärt werden konnte, sodass der Meiler von nun an eine Woche friedlich vor sich hin glimmen sollte.

Sonntag reiste extra aus dem Harz der Wanderköhler Hartmut mit seiner Frau Brigitte an und konnte weitere hilfreiche Tipps rund ums Köhlern geben, welche sogleich in die Tat umgesetzt wurden, um einen möglichst hohen Ertrag an Holzkohle zu erzielen. Zwei Tage und kräftezehrende Nachtschichten. Später besuchten die Schüler der zweiten Klasse der Grundschule Wutha-Farnroda den Ort des Geschehens. Angeregt wurde dies

durch Anton Wenig, den jüngsten der aktiven Köhler in Kittelsthal. Die knapp 50 Schüler mit ihren Lehrerinnen und Betreuern erhielten von Köhler Jürgen von Roda einen ausführlichen Vortrag, wie die Holzkohle entsteht, welche Arbeit dabei von Nöten ist und was man neben dem Grillen auf dem Rost mit dem schwarzen Gold noch alles so anstellen kann. Nachdem alle Fragen der interessierten Schüler beantwortet waren, gab es für den, der wollte, auch Stückchen der ersten Holzkohle des diesjährigen Meilers als Erinnerung zum Mitnehmen.

Nach einem zünftigen Himmelfahrtstag wurden am Freitag schließlich sämtliche Belüftungslöcher am Meiler verschlossen, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen, sodass die Holzkohle noch ein wenig abkühlen konnte.

Freitagabend gab es dann noch ein kleines Highlight, als Insektenforscher Ronald Bellstedt einen Lichtfang aufbaute und man bestaunen konnte, welche Vielfalt an Insekten in unseren Gefilden leben und schwirren.

Samstag schließlich, eine Woche nach Anzünden des Meilers, war es Zeit für das Ernten. Mit viel Löschwasser und unter eben soviel Dampf wurde es spannend. Der erhoffte Berg Holzkohle wurde geöffnet und auf Planen verteilt.

Nach ca. 600 kg im Jahre 2014 und ca. 950 kg im Jahre 2016 staunten alle Beteiligten nicht schlecht , als in diesem Jahr knapp 1,5 Tonnen Kittelsthaler Holzkohle bester Qualität zu Buche stand.

Es war wieder eine prima Woche und wir bedanken uns bei allen Gästen, Interessierten und vor allem, allen fleißigen Helfern insbesondere Eberhard Linss, Peter Rennert und Jürgen von Roda, ohne deren Hilfe dieser Meiler nicht möglich wäre.

Nächstes Jahr wird zunächst wieder frisches Holz geschlagen und wir hoffen, Euch alle im Jahr 2020 wiederzusehen, wenn es erneut heißt: Es meilert in Kittelsthal.

Die Kittelsthaler Jungköhler

 

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