Rühler beim Tag der Altenburger

„200 Jahre Altenburger Bauernreiten“ waren am vergangenen Wochenende in der ostthüringischen Residenzstadt ein willkommener Anlass zu feiern.

Dieses historisch belegte Spektakel geht auf den 25. September 1818 zurück, als Altenburger Bauern in ihrer besten Festtagstracht mit prächtig geschmückten, von Pferden gezogenen Kutschen und Wagen durch die Stadt paradierten, um den anwesenden Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg zu huldigen. Das Jubiläum bot den Rahmen, um zwei weitere Events mit einzubeziehen: das „25. Thüringer Landeserntedankfest“ und das „12. Landestrachtenfest“ des Freistaates – ein „Tag der Altenburger“ wurde zelebriert.
Diese willkommene Gelegenheit für die Folklore-Vereinigung „Alt-Ruhla“ e.V. mit einer kleinen Formation beim großen sonntägigen Festumzug teilzunehmen zusammen mit weiteren zwanzig Trachtengruppen unter anderem aus Trusetal, Bad Tabarz und Mosbach sowie einer Vertreterin der „Schönauer Backfrauen“.

 

Neben Spielmannszügen und Kapellen vervollständigten zahlreiche Laufgruppen, viele historische, aber auch moderne Traktoren und Erntemaschinen, Pferde mit Kutschen sowie ein komplett nachgestellter Hofstaat der damaligen „Durchlauchten Herrschaften“ von Sachsen-Gotha-Altenburg den Festmarsch, der durch die Straßen Altenburgs zog und tausende Besucher anlockte, darunter auch mehrere Regionalpolitiker.
Auf den Show-Bühnen rund um das Schlossgelände konnte man miterleben, wie die Thüringer Regionen ihre Traditionen bezüglich Mundart, Tracht und Brauchtum aufleben lassen. Ähnlich wie in Ruhla werden auch im Altenburger Land diese Werte vorm Aussterben bewahrt. Und ein Ass hat Altenburg sowieso im Ärmel: schließlich erfanden hier im Jahre 1810 spielfreudige Zeitgenossen das heute weltweit beliebte Skatspiel und legten damit den Grundstein für die heute noch existierende Spielkartenfabrikation.
Für die Ruhlaer Folklore-Vereinigung sind solche Events sehr nützlich, um auch in anderen Regionen zu zeigen, dass in der Thüringer Bergstadt die Lebenstraditionen unserer Vorfahren hochgehalt-en werden. Im nächsten Jahr wird der Verein „Alt-Ruhla“ e.V.,
anlässlich seines 120-jährigen Bestehens Gastgeber des Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfestes sein. Doch zuvor freuen sich alle Mundarttheaterfreunde auf die Vorstellungen im November.

tk


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