Ruhlaer Stadtrat

Am Montagabend, dem 17. September 2018 fand eine Tagung des Ruhlaer Stadtrates statt.

Umzug der Bibliothek in ASG-Schulneubau Haus 3

In Ruhla hat das öffentliche Bibliothekswesen eine lange Tradition. Die Bibliothek war seit dem Bestehen im Jahre 1868 bereits an mehreren Standorten untergebracht. Seit 1995 hat diese im ehemaligen Stadtbad unmittelbar neben dem Albert-Schweitzer-Gymnasium ihre Räumlichkeiten. Die Bibliothek ist zu einem Ort der Bildung und der Kooperation mit allen Ruhlaer Schulen geworden. Der Gedanke eines weiteren dritten Schulgebäudes mit integrierter Bibliothek kam erstmals 2012. Konkret wurde dies Anfang 2018 vom Wartburgkreis als Schulträger geplant. Seit Juli 2018 laufen nun die Baumaßnahmen.  

Vorgesehen ist ein Umzug der Bibliothek Ende 2019. Vom Kultur,- Sport- und Sozialausschuss wurde eine Unterbringung im neuen Gebäude empfohlen, da in Zeiten der Digitalisierung eine Neuausrichtung als Verbrauchsbibliothek mit Anpassung auf die gesellschaftliche Entwicklung ein wichtiger zukunftsorientierter Faktor im Bildungsbereich ist. Traditionell sollen Bücher und Zeitschriften, des Weiteren der Zugang zu elektronischen Medien, Quellen und Ressourcen verschafft werden. Derzeit zählt die Bibliothek 560 Nutzer. Sie solle erster Ansprechpartner für Leseförderung und praxisorientierter Informationsdienstleister sein. Außerdem werden weiterhin Projekte der Lesemotivation und die Förderung der Medien- und Recherchekompetenz umgesetzt. Dem stimmten die Stadtratsmitglieder einstimmig zu.

Satzungsänderung zur Neuregelung der Kindertagesbetreuung

Ab Januar 2018 werden aufgrund der vom Thüringer Landtag Ende 2017 beschlossenen gesetzlichen Neuregelung keine Elternbeiträge für die Kinderbetreuung im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung erhoben. Dies bedarf auch in Ruhla einer formalen Änderung der bereits bestehenden Kita-Gebührensatzung. Die verantwortlichen Elternvertreter wurden entsprechend beteiligt und hatten keine Einwände. Dies wurde vom Stadtrat am Montagabend einstimmig beschlossen.

Außerplanmäßige Ausgaben

Ebenfalls wurde in der Stadtratssitzung über die Anschaffung eines neuen Streuautomaten für das Winterdienstfahrzeug mit einer Ausgabe von 28.000,- Euro abgestimmt. Dieser soll noch vorm Winterbeginn bereit stehen. Zudem ist eine außerplanmäßige Ausgabe für die Montage einer digitalen Wählanlage für die Einbruch- und Brandmeldeanlage im Museum aufgrund der Umstellung der Telekomnetze auf digitale Technik noch in 2018 nötig. Hinzu kommen Instandsetzungsarbeiten an der Hohle Dornsengasse, die zuvor nicht vorhersehbar waren. Wegen der zum Teil starken Aufheizung des Glaskubus um das Traditionsuhrwerk am Ruhlaer Kulturhaus ist der Aufbau eines Klimagerätes auf das vorhandene Flachdach vorgesehen.

Informationen

Gespräche zum Thema Sport- und Freizeitzentrum in Thal wurden Anfang September im Kultur,- Sport- und Sozialausschuss sowie im Bauausschuss geführt. Die Ausschreibungen bezüglich dem Architektenwettbewerb stehen aus. Entsprechende Fördermittel beim Landkreis sollen bis 31.07.2019, Städtebaumittel bis 01.11.2019 beantragt werden. 

Anfragen

Angesprochen wurde von Stadtratsmitglied Frank Böwe (SPD) die Lage der Laderampe im Wareneingangsbereich des neuen REWE-Supermarktes in Ruhla. Da sich hier ein Fußgängerüberweg befindet, viele Schüler der umliegenden Schulen hier täglich diesen auf dem Weg zur Schule nutzen, stellen der Durchgangsverkehr und große Anlieferungsfahrzeuge des Supermarktes eine erhebliche Gefahr dar. Um den Supermarkt in Ruhla erhalten und den Neubau umsetzen zu können, habe man Kompromisse eingehen müssen.

 

Dazu gehörte auch dieser. Viele Stunden im Bauausschuss habe man verbracht, um eine adäquate Lösung hierfür zu finden, so Prof. Dr. Hans-Jörg Lessig (Die LINKE). Feste Lieferzeiten gehörten zum Lösungskonzept. Den Vorschlag einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h im Stadtzentrum brachte Dr. Carola Wiegand (SPD) ein. Angestrebt werden unter anderem Halteverbotszonen im REWE-Anlieferungsbereich, so Dr. Gerald Slotosch. 

 

Ein weiteres Problem sei die Engstelle Bürgersteig Höhe „An der Gottesgabe“, welchen die Schüler der Grundschule Ruhla regelmäßig auf dem Weg zur Sporthalle ins Bermbachtal nutzen. Es ist so beengt, dass es selbst für nur einen Schüler schwierig ist, nicht auf die befahrene Straße zu gelangen. Diese Gegebenheiten stellen eine große Schwachstelle in der Verkehrssicherheit für Fußgänger sowie Kraftfahrer dar. Auch die jeweiligen Sportlehrer der Grundschule bestätigten diese Problematik. Denn das Risiko erhöht sich, da die Beschleunigung des Durchgangsverkehrs vom Rathaus her bis zu dieser Stelle in entsprechendem Maße erreicht wird und aktuell „An der Gottesgabe“ eine Umleitung mit Gegenverkehr eingerichtet ist. Über Lösungskonzepte wird zeitnah beraten werden, so Dr. Gerald Slotosch.   

aki/rz

 
 

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.