Versteckte Akten gefunden – Wer weiß mehr?

Auf dem Dachboden eines Hauses in Waldfisch wurden beim Wegrücken eines alten Schrankes in einem Verschlag Unterlagen, viele in altdeutscher Schrift, entdeckt. Die Ortschronistin von Waldfisch Erika Spangenberg nahm sich mit interessierten Heimatfreunden der weiteren Nachforschungen an.

Sie selbst konnte sich anhand einer Namensliste an Flüchtlinge aus Niederschlesien erinnern, welche vor Ende des Zweiten Weltkrieges in Waldfisch unterkamen. Bei der Suche nach der genauen Herkunft kam man auf den Ort Nilbau (heute Nieluba) nahe Glogów (Glogau) in Polen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Glogów neben anderen Städten zur Festung erklärt, um den Vormarsch der Roten Armee zu stoppen. Da den dort lebenden Menschen befohlen wurde zu flüchten, machten sich 300 dieser Leute bei Schnee und eisiger Kälte im Februar 1945 auf in Richtung Westen. In dem besagten Haus in Waldfisch lebte früher eine schlesische Familie. Ob diese Unterlagen jedoch ihnen gehörten ist ungewiss. Möglicherweise sind noch viele andere Geschichten schlesischer Zuwanderer unentdeckt geblieben. 

Die Ortschronistin Erika Spangenberg und ihre engagierten Heimatfreunde möchten mehr über die Menschen aus Nilbau und deren Flucht erfahren. Wo leben in der näheren Umgebung noch weitere Einwanderer aus Nilbau oder Nachkommen? Gerne können Sie sich bei Ortschronistin Erika Spangenberg, Tel. 0 36 95 /
84 582 melden.

Am Freitag, dem 17. Mai 2019, ab 14.30 Uhr wird es eine Zusammenkunft der Ortschronisten und Heimatfreunde des Moorgrundes in der Landgaststätte in Gumpelstadt geben. Herzlich willkommen sind ehemalige Einwanderer oder deren Nachkommen, um sich gemeinsam zu erinnern und auszutauschen.

aki/rz, E. Spangenberg

 

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