Wintersport in Ruhla

Die Ruhlaer Zeitung im Interview mit Klaus Baacke vom WSC Ruhla 07

RZ: Wie man es eigentlich von Ruhla kennt um diese Zeit, müsste jetzt viel Schnee liegen. Doch ist das in den letzten Jahren nicht mehr dauerhaft. Wie gestalten sich die Trainingseinheiten der WSC-Sportler bei oft wenig Schneefall?

Klaus Baacke: Die WSC-Sportler trainieren, wenn es schneetechnisch möglich ist, in Ruhla, rund um Glasbach oder wir fahren nach Brotterode bzw. nehmen den Weg nach Oberhof oder in andere Skigebiete auf uns, um dort unter guten Bedingungen das Training abzuhalten. Doch dabei ist immer wieder ein großer Zeitaufwand und der Transport, sowohl der Sportler als auch der Skiausrüstung, notwendig.

RZ: Wird es in Ruhla wieder einen Wettkampf an der Schanzenanlage „Alte Ruhl“ geben?

Klaus Baacke: Da spielt ebenfalls das bekannte Schneeproblem eine große Rolle. Man kann keinen genauen Termin planen, denn es könnte wieder kein Schnee gefallen sein. Trotz allem bieten wir den Sportlern jeder Altersklasse auch in den Sommermonaten weitere Aktivitäten an, so den Frühjahrscrosslauf, den Matten-Abendsprunglauf oder den Skirollerberglauf. Hinzu kommt die Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“. Vorgesehen ist für Oktober oder November 2019 ein Flutlichtspringen als Abschluss der Sommerperiode.

RZ: Wie viele WSC-Sportler sind momentan aktiv im Verein?

Klaus Baacke: Was den Skinachwuchs betrifft sind derzeit ca. 70 Sportler, angefangen vom Miniflieger bis hin zu Wintersportgrößen wie Juliane Seyfarth im WSC aktiv. Auch weiterhin soll die Nachwuchsförderung gesichert werden. Jedes Kind, das Freude am Wintersport hat, ist bei uns herzlich willkommen.

RZ: Wie sieht die Trainingsplanung in Bezug auf die Betreuung bzw. Beaufsichtigung des Nachwuchses während der Trainingsstunden eigentlich aus?

Klaus Baacke: In ihrer Freizeit engagierten sich einige Übungsleiter/Trainer für die Kindergruppen. Außerdem sind regelmäßig die Eltern mit dabei, ob Training oder Wettkampf.

RZ: Viele Schützlinge aus Ihren Trainingsgruppen, u.a. Juliane Seyfarth gehören zu den „Großen“ – wie fühlt man sich, wenn man sie im TV sieht und wenn diese Nachwuchstalente vordere Plätze belegen?

Klaus Baacke: Darauf sind wir stolz, denn somit wird das Image des WSC in die Welt hinausgetragen. Juliane Seyfarth ist bis heute noch dem Verein treu geblieben. Auf vorderen Plätzen beweisen sich momentan auch Cindy Haasch und Max Herbrechter.

RZ: In den 90er Jahren wurde an der Ruhlaer Schanze Skifasching ausgetragen. Wird dieses Highlight wieder einmal stattfinden?

Klaus Baacke: Dieses Event wurde immer sehr gut von den Ruhlaern angenommen. Hierfür braucht man natürlich auch erst einmal die richtige Menge an Schnee. Zudem benötigt es viel Aufwand, ob organisatorisch oder zeitlich. 

RZ: Rund um Ruhla gibt es viele Skipisten, u.a. den Loipengarten an der Schanze oder die Storchswiese. Wie werden diese zum Skifahren hergerichtet, welche Geräte kommen dabei zum Einsatz?

Klaus Baacke: Für den Wintertourismus ist Schnee natürlich wichtig, dazu gehört auch der Einsatz von entsprechenden Schneegeräten, um die Pisten wintersporttauglich zu machen. Doch auch der Pistenbully kann nur ab einer bestimmten Schneehöhe eingesetzt werden, derzeit also wohl nicht. Das erfolgt dann unter ehrenamtlichem Einsatz von WSC-Mitgliedern.

Vielen Dank an Klaus Baacke für das nette Interview.     aki/rz


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